Fest der Demokratie! Tag des Grundgesetzes 2026!
Dazu hatte am 23. Mai der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus eingeladen. Wurde im Vorjahr noch das 20 jährige Jubiläum des Kreises gefeiert, setzte das agile Bündnis jetzt neue Akzente in der Dortmunder Stadtgesellschaft. „Wir wollen Demokratie erlebbar machen,“ meint Pfarrer Friedrich Stiller, einer der Sprecher. „Und wir wollen es inhaltlich gefüllt, aber fröhlich und mit guter Stimmung tun“, ergänzt Co-Sprecherin Bärbel Sumagang, die DGB-Vorsitzende. Anlass für die besondere Veranstaltung war der Geburtstag des Grundgesetzes, den Bundespräident Frank- Walter Steinmeier erst kürzlich zum Ehrentag erhoben hatte.
Der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus wartete auf dem Alten Markt auf mit Bühne und Buden, mit einem kurzweiligen Programm und Mitmachangeboten und setzte ein so positives Zeichen für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft. Die Passanten bleiben stehen, schauten und hörten zu und ließen sich von den Angeboten an den Info- und Aktionsständen begeistern.
Sumagang und Stiller betonten als Sprecher*innen des Arbeitskreises die grundsätzliche Bedeutung des Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Demokratische Prozesse würden oft schwierig erscheinen und Kompromisse erfordern, aber trotz aller Kritik seien sie der Mühe wert. „Sie bringen eine komplexe Gesellschaft erfolgreich voran. Darum lautet die Parole des Tages: Ja zur Menschenwürde! Ja zu den Menschenrechten! Ja zum Rechtsstaat! Ja zum Grundgesetz!“
Norbert Schilff trug als Bürgermeister und Vertreter der Stadt Dortmund eine allgemeine Würdigung des Grundgesetzes vor und betonte die Grundlegung auch der kommunalen Selbstverwaltung. Dann folgten aus vielen Mitgliedsverbänden jeweils kurze Würdigungen eines bestimmten Artikels des Grundgesetzes. So sprach die Rektorin der Fachhochschule Tamara Appel über die Wissenschaftsfreiheit in Artikel 5, Vertreter der Wohlfahrtsverbände würdigten die Bedeutung von Art. 20 für den Sozialstaat und Parteivertreter*innen kommentierten Art. 21, der die besondere Rolle der Parteien festlegt.
Daneben gab es druckvolle und hörfreudige Musik von der Band „The Unchained Django“ unter Leitung von Wim Wollner, dem bekannten Dortmunder Saxophonisten. Das Publikum ging begeistert mit. Die Poetry Slammerin Jana Goller brachte künstlerische Beiträge zu Querness und Toleranz und am Ende des Programms übernahm DJ Julius und sorgte noch für gute Laune.
Das BVB Fanprojekt lud zum Sitzkicken ein, die AWO bot Gelegenheit sic malend zu Demokratie zu bekennen und DIE GRÜNEN sorgten mit einer Popcornmaschine für süße Düfte auf dem Platz. Weiter beteiligt waren die Omas gegen Rechts, die SPD, der VMDO und die Christ*innen gegen Rechtsextremismus. Am Stand des Arbeitskreises selbst gab es eine Umfrage zum Thema AfD-Verbot.
Die Idee Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen. Der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus hat gezeigt, wie man das inhaltlich stimmig und in der Form heiter und ansprechend umsetzen kann. Das diesjährige Demokratiefest sollte nicht das letzte gewesen sein.
fs

